DIE FARBIG GEWACHSENE BAUMWOLLE

Die Farben der Natur - eine sinnvolle Alternative

Seit ihrer Entdeckung vor über 5.000 Jahren ist die Baumwollpflanze zur wichtigsten Textilpflanze weltweit geworden.
Eine Besonderheit ist die "farbig gewachsene Baumwolle". Ihre Wildform stammt aus Peru. Funde an der Küste des Andenstaates belegen, dass dort bereits vor 5.000 Jahren Textilien aus farbiger Baumwolle gefertigt wurden. Die Farbpalette reichte von gelb bis lila. Farbige Baumwolle ist also genauso alt wie die weiße, aber ihr Ertrag war geringer. Aus diesem Grund wurde sie industriell anfangs nicht verwertet und die Sorten gingen verloren. Im Regenwald von Peru wurden zahlreiche Wildformen gefunden und durch Züchtung rekultiviert.
Heute werden die Farbtöne grün und braun wieder angebaut und geerntet.
Durch Mischung der farbig gewachsenen Baumwolle mit naturbelassener Rohbaumwolle erreicht man die bekannten zarten Grün- und Brauntöne.
Aus ökologischer Sicht hat farbige Baumwolle den Vorteil, dass bei ihrem Anbau etwa fünfmal weniger Pestizide und Düngemittel verwendet werden als für die Erzeugung der weißen Baumwolle. Der Vorteil für die Umwelt liegt auf der Hand. Gerade der Baumwollanbau ist normalerweise auf sehr viel Chemie angewiesen. Im Unterschied dazu sind bei der farbig gewachsenen Baumwolle bei der Weiterverarbeitung der Textilien keine Bleich- und Färbemittel nötig. Dadurch gehört farbig gewachsene Baumwolle zu den hautverträglichsten Fasern überhaupt.

Ein anderer interessanter Effekt bei der Verwendung farbig gewachsener Baumwolle ist die Farbintensivierung nach einigen Waschvorgängen.
Vermutlich wächst Baumwolle schichtweise, ähnlich den Jahresringen beim Baum. Durch das Waschen wir die äußerste Schutzschicht nach und nach entfernt, so dass die braune oder grüne Farbschicht immer mehr zutage tritt. Wir empfehlen daher Basiswaschmittel ohne optische Aufheller und ohne Bleichmittel.

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